{"id":206,"date":"2010-01-11T17:12:56","date_gmt":"2010-01-11T17:12:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gunther-neumann.com\/?p=206"},"modified":"2022-01-10T16:57:32","modified_gmt":"2022-01-10T16:57:32","slug":"niemals-ein-paradies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/?p=206","title":{"rendered":"Niemals ein Paradies"},"content":{"rendered":"<p>Bedeutet Tourismus den Untergang der Kulturen?<\/p>\n<h3>Niemals ein Paradies<\/h3>\n<p>\u00dcberlebt Balis Kultur den Ansturm der Globalisierung?<\/p>\n<p>Der Standard, J\u00e4nner 2002<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h5><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-837\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/21-kids-1024x677.jpg\" alt=\"21-kids\" width=\"461\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/21-kids-1024x677.jpg 1024w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/21-kids-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/21-kids.jpg 1533w\" sizes=\"(max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/>\u00dcberlebt Balis Kultur den Ansturm des globalisierten Massentourismus? Eine K\u00fcnstlerinitiative versucht behutsam, eine Synthese aus Balis Gestern und der Welt von morgen zu schaffen.<\/h5>\n<p>Stolz, Reserviertheit, Kontakt, Heiterkeit, Schalk, Trauer &#8211; die Gesten der balinesischen T\u00e4nzer und T\u00e4nzerinnen sind nur angedeutet, ihre Bewegungen sparsam, und ihre Augen sprechen von den G\u00f6ttern der Insel, von ihren K\u00e4mpfen, ihren Liebesgeschichten. Die Tradition und Kultur Balis dr\u00fccken sich im Tanz aus. Diesen Ausdruck in Zeiten der Globalisierung zu bewahren, hat sich das K\u00fcnstlerpaar Agung Rai zur Aufgabe gemacht.<\/p>\n<p>1996 gr\u00fcndeten die Aristokraten die &#8222;Arma-Foundation&#8220; (Agung Rai Museum of Art), in <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-419\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Jungen-1.jpg\" alt=\"Ubud Arma Jungen 1\" width=\"456\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Jungen-1.jpg 2112w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Jungen-1-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Jungen-1-1024x690.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/>Peliatan bei Ubud, in den Reisfeldern der Insel. Die Initiative hat sich die Pflege balinesischer Kultur zur Aufgabe gesetzt &#8211; &#8222;Wer pflanzte den Samen, aus dem dieser Baum wuchs?&#8220;, hei\u00dft ihr Leitsatz. Das Kulturzentrum besteht aus mehreren gro\u00dfen\u00a0<i>Bal\u00e9s<\/i>, hohen, luftigen Hallen im traditionellen Stil unter Palmen. Ein zentraler, offener Platz bietet Raum f\u00fcr die Performance lokaler und gelegentlich internationaler Gruppen. Malerei in mehreren Pavillons \u00f6ffnet den Zugang zur balinesischen Weltsicht visuell. Erg\u00e4nzt durch Werke ausl\u00e4ndischer K\u00fcnstler, die angeregt wurden durch lokale Kultur, Philosophie und Rituale, und ihrerseits balinesische Maler inspirierten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-846\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/29-kids-1024x674.jpg\" alt=\"29-kids\" width=\"461\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/29-kids-1024x674.jpg 1024w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/29-kids-300x197.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/>Der Untergang der reichen Kultur Balis wurde hundertfach heraufbeschworen: Dieses vermeintliche Paradies k\u00f6nne in einer globalisierten Konsumwelt nicht \u00fcberleben, dem Ansturm des Massentourismus nicht standhalten. Totgesagte aber leben l\u00e4nger. Stete Tempelfeste, farbenpr\u00e4chtig inszenierte Opfer in irgendeinem Dorf der Insel, und alln\u00e4chtlich erklingen die Gamelan-Orchester: Das Klischee vom gl\u00fcckseligen Paradies der G\u00f6tter ist eintr\u00e4glich &#8211; und macht auch skeptisch. Seit der Indonesienkrise 1997 und Terrorangst heute werden die 34.000 G\u00e4stebetten vermehrt mittels Billigangeboten gef\u00fcllt. Eine halbe Million Europ\u00e4er besuchte heuer die drei Millionen Balinesen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-421\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Lehrer-2-e1391612287484.jpg\" alt=\"Ubud Arma Lehrer 2\" width=\"456\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Lehrer-2-e1391612287484.jpg 2112w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Lehrer-2-e1391612287484-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Lehrer-2-e1391612287484-1024x690.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/>Bereits in den 20er- und 30er-Jahren wurden westliche Schriftsteller, Anthropologen und Maler vom Zauber Balis angezogen. Miguel Covarrubias, Margret Mead, Vicky Baum und vor allem der Russlanddeutsche Walter Spies. Erst Hofmusiker beim Sultan von Yogyakarta in Zentraljava, kam Spies 1927 nach Bali &#8211; und blieb. Wie kaum ein anderer hat er mit seinen surrealistischen, lokal inspirierten Traumbildern die traditionelle, fl\u00e4chige balinesische Malerei befruchtet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/25-kids.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-844\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/25-kids-1024x676.jpg\" alt=\"25-kids\" width=\"461\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/25-kids-1024x676.jpg 1024w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/25-kids-300x198.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/><\/a>Das Paradies, das die westlichen Bohemiens der 30er-Jahre auf der kleinen indonesischen Insel wahrzunehmen glaubten, und das Hochglanzprospekte begierig aufgreifen, war Bali nie &#8211; dazu wurde es tats\u00e4chlich stilisiert. Quer durch die Jahrhunderte wurden Rivalit\u00e4ten lokaler F\u00fcrsten blutig ausgetragen. Und noch Mitte der 60er-Jahre starben hier 100.000 Menschen eines gewaltsamen Todes: hineingezogen in die indonesischen Auseinandersetzung zwischen Kommunismus und Feudalherrschaft &#8211; oder Tradition, je nach Sichtweise. Kaum jemand findet sich heute auf der Insel, der von den blutigen Ereignissen zwischen Oktober 1965 und M\u00e4rz 1966 spricht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-848\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/31-1024x674.jpg\" alt=\"31\" width=\"461\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/31-1024x674.jpg 1024w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/31-300x197.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/>Von den Reisfeldern dringt Zirpen und Quaken in die Schw\u00fcle des gewittrigen Nachmittags. In einem Arma-Bal\u00e9 lernen acht- bis zehnj\u00e4hrige M\u00e4dchen die komplizierten Abl\u00e4ufe des Legong-Tanzes, der fr\u00fcher Prinzessinnen vorbehalten war. Ni Luh Sulasmi, die junge Lehrerin, f\u00fchrt die H\u00e4nde der M\u00e4dchen. Jede Mimik, jeder Augenaufschlag, jede Gestik, jedes Vibrieren der Finger ist ein Symbol, das ebenso alte wie lebendige Aspekte der Kultur vermittelt. 16 Arten des Gesichtsausdrucks, meist Bewegungen der Augen, kennen Balis T\u00e4nze. 19 Finger-, 20 Hals-und Schulterhaltungen verstehen die balinesischen Zuseher in ihrer Bedeutung.<\/p>\n<p>Die Arma-Foundation als Vermittlerin balinesischer Kultur steht gleichzeitig f\u00fcr das moderne Bali. In spielerischer Nachahmung, aber mit Disziplin erforschen und erfahren hier M\u00e4dchen wie Buben die Symbole. Fantasievoll und feinsinnig \u00fcbersetzen die Lehrer der Foundation Balis Tradition f\u00fcr das 21. Jahrhundert.<\/p>\n<h5>Was befl\u00fcgelt die Balinesen zu kulturellen H\u00f6hen<\/h5>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-850\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/47-1024x686.jpg\" alt=\"47\" width=\"461\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/47-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/47-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/47.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/>Einzig die Angst vor den G\u00f6ttern, bedrohlich pr\u00e4sent in den unberechenbaren Vulkanen, die hinter dem satten Gr\u00fcn der Reisfelder Peliatans aus dem morgendlichen Dunst aufragen? Unsicherheit und Tod lauern tats\u00e4chlich in den meist wolkenverhangenen Bergen &#8211; die G\u00f6tter k\u00f6nnen z\u00fcrnen, Feuer und Verderben speien. Doch die Menschen der Inseln verdanken den Vulkanen seit Jahrtausenden auch Fruchtbarkeit und Leben. Steter Regen sp\u00fclt reichen D\u00fcnger aus den Sedimenten in die kunstvoll gestaltete, scheinbar unendliche Abfolge der Reisterrassen, die &#8222;Treppen zu den G\u00f6ttern&#8220;, die auf der Fahrt aus den schw\u00fclen Ebenen in die nebeligen Berge begleiten.<\/p>\n<p>Kaum sonst wo auf der Welt ist das G\u00f6ttliche, sowohl die Sch\u00f6pferkraft als auch die t\u00f6dliche Macht, so pr\u00e4sent wie hier, am Fu\u00dfe der Vulkane. Die balinesische Kultur lebt weniger im Entweder-oder als vielmehr im Sowohl-als-auch. Die Harmonie der Gegens\u00e4tze ist nichts Anzustrebendes, sondern wird als gegeben vorausgesetzt. Der Mensch kann die kosmische Ordnung nur durch Fehlverhalten st\u00f6ren. Die in den 20.000 Tempeln, den steinernen G\u00f6ttern und D\u00e4monen allgegenw\u00e4rtige Kunst ist nicht Selbstzweck, sondern Beschw\u00f6rung.<\/p>\n<h5><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-420\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Lehrer-1.jpg\" alt=\"Ubud Arma Lehrer 1\" width=\"405\" height=\"602\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Lehrer-1.jpg 1424w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Lehrer-1-202x300.jpg 202w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Ubud-Arma-Lehrer-1-690x1024.jpg 690w\" sizes=\"(max-width: 405px) 100vw, 405px\" \/><\/h5>\n<p>Verzauberung, Erotik, Verf\u00fchrung &#8211; magische Bewahrung eines bedrohten Gleichgewichtes, des g\u00f6ttlichen Ordnungsprinzips spiegeln sich auch in Balis T\u00e4nzen.<\/p>\n<h5>Kultur kann in Isolation h\u00f6chstens \u00fcberleben.<\/h5>\n<p>Bereichert und weiterentwickelt wird sie durch Kontakt mit au\u00dfen. Bali ist da keine Ausnahme. Bis zum 16. Jahrhundert lag die kleine Insel am Rande der javanischen, indisch inspirierten Hochkulturen. Damals bezwang der siegreiche Islam das letzte hindu-buddhistische Reich von Majapahit in Ostjava. Hofstaat und K\u00fcnstler flohen nach Bali. Dort wetteiferten lokale F\u00fcrstent\u00fcmer in den K\u00fcnsten, in Architektur, Malerei, Musik, Tanz. &#8222;Ich sehe Indien \u00fcberall&#8220;, so der bengalische Dichter Rabindranath Tagore fasziniert bei einem Besuch, &#8222;doch ich erkenne es nicht&#8220;. Bis 1906 widerstand Bali dem niederl\u00e4ndischen Kolonialismus in Indonesien erfolgreich. Erst dann fielen die letzten F\u00fcrstent\u00fcmer gewaltsam: Oberschicht und Tausende andere Balinesen zogen den Freitod mittels Kris, des kultischen Dolchs, der Unterwerfung vor. Dramatisch dokumentiert ist das in vergilbten Fotografien und Vicky Baums Roman &#8222;Liebe und Tod auf Bali&#8220;.<\/p>\n<p>Seither nehmen die Menschen wie fr\u00fcher von Kultureinfl\u00fcssen, was sie gebrauchen k\u00f6nnen, und &#8222;lehnen den Rest nicht aggressiv, sondern mit einem L\u00e4cheln ab: Was den drei Millionen Balinesen die Chance gibt, Kultur und Identit\u00e4t zu bewahren&#8220;, meint Max Knaus, ein \u00f6sterreichischer Anthropologe, der seit Jahren auf Bali lebt. Abgesehen von wichtigen Einnahmequellen: Die Wertsch\u00e4tzung ihrer Kultur durch westliche Besucher hat den Stolz der Balinesen mehr gef\u00f6rdert als geschadet. <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-840\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/45-1024x667.jpg\" alt=\"45\" width=\"461\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/45-1024x667.jpg 1024w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/45-300x195.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/>Geschickte Massenfertigung tr\u00e4gt &#8211; auch wenn Puristen die Nase r\u00fcmpfen &#8211; zum Masseneinkommen bei.<\/p>\n<p>Nostalgische Idealisten w\u00fcrden gerne Balis Kultur als fr\u00fcheres &#8222;goldenes Zeitalter&#8220; sehen &#8211; und vergessen, dass dieses nur f\u00fcr eine kleine, aristokratische Minderheit je eines war. &#8222;Bali ist keine Zirkusinsel im Meer des Welttourismus&#8220;, meint Max Knaus. &#8222;Extreme Resistenz macht eine Kultur rigide, unbeweglich. Auch von den Tirolern erwartet man nicht, dass sie sich am Entwicklungsstand Andreas Hofers in den T\u00e4lern einfrieren.&#8220;<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber unwissenden Besuchern sind die Balinesen voll toleranter Freundlichkeit. Dennoch bleibt Widerspr\u00fcchlichkeit sowie die Faszination von Distanz, Fremdheit &#8211; ein Hauch von Geheimnis. Und das ist auch gut so.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedeutet Tourismus den Untergang der Kulturen? Niemals ein Paradies \u00dcberlebt Balis Kultur den Ansturm der Globalisierung? 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