{"id":27,"date":"2026-01-19T07:12:00","date_gmt":"2026-01-19T07:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gunther-neumann.com\/?p=27"},"modified":"2026-03-29T09:50:20","modified_gmt":"2026-03-29T09:50:20","slug":"unsere-prinzipien-zusammenspiel-gleichberechtigungmariam-said","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/?p=27","title":{"rendered":"Mariam Said"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1>Mariam Said<\/h1>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC04892.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-57\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC04892.jpg\" alt=\"DSC04892\" width=\"649\" height=\"487\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC04892.jpg 800w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC04892-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 649px) 100vw, 649px\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Mariam Said<\/b>, Vizepr\u00e4sidentin der &#8222;Barenboim-Said-Stiftung USA&#8220;<br \/>\u00fcber das von ihr betreute <em>West-\u00d6stliche Divan Orchester<\/em>, Edward Said &amp; Daniel Barenboim, die Rolle von Musik im interkulturellen Dialog, die Umbr\u00fcche in der arabischen Welt &#8211; und \u00fcber die scheinbare Ausweglosigkeit im Nahost-Konflikt, insbesondere Israel \/ Pal\u00e4stina<\/p>\n<h4><b>&#8222;Unsere Prinzipien: Zusammenspiel, Gleichberechtigung&#8220;<\/b><\/h4>\n<p>(link zum Gespr\u00e4ch oben im Namen &#8222;Mariam Said&#8220; \u00fcber dem Photo) <a href=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/?p=27\">https:\/\/www.gunther-neumann.com\/?p=27<\/a><\/p>\n<p>Wiener Zeitung<\/p>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><b><i>&#8222;Wiener Zeitung&#8220;:<\/i><\/b><i> Frau Said, das West-\u00d6stliche Divan Orchester trat diesen Sommer zum wiederholten Mal in Salzburg auf. Es erh\u00e4lt in Europa, in Amerika, in Ostasien Applaus. Aber in der Region des Nahen Ostens tut es sich offenbar schwer.<\/i><\/p>\n<p><b>Mariam Said:<\/b> Ja. Wir haben zwar 2003 in Rabat gespielt, und 2005 unter gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten in Ramallah. Die Musiker mussten damals mit spanischen Diplomatenp\u00e4ssen anreisen, und wir konnten nicht einmal \u00fcber Nacht bleiben. 2010 haben wir in Qatar ein Konzert gegeben, aber nur f\u00fcr geladene G\u00e4ste, die Herrscherfamilie, die Oberschicht, Diplomaten. Die Konzerthalle war nur halbvoll. Und die Situation wird schwieriger. Ein Konzert am Tahrir-Platz in Kairo ist geplant, aber sehr unsicher. \u00c4gypten hat zwar den Friedensvertrag und vielerlei Zusammenarbeit mit Israel, aber leider diesen dummen Kulturboykott. \u00c4gypten sollte eigentlich eine Br\u00fccke f\u00fcr die isolierten Pal\u00e4stinenser in Gaza, im Westjordanland sein.<\/p>\n<p><i>Wird im Nahen Osten klassische Musik \u00fcberhaupt als Teil der eigenen Kultur wahrgenommen? Gibt es einen Platz f\u00fcr sie?<\/i><\/p>\n<p>Edward, mein verstorbener Mann, war immer gegen kulturelle Stereotype. Er hat gegen den Orientalismus gek\u00e4mpft, einen scheinbar aufgekl\u00e4rten, aber auch \u00fcberheblichen westlichen Blick auf den sogenannten Orient. Er war von einem kulturellen Kanon \u00fcberzeugt, einem gemeinsamen Erbe der Menschheit, der gelehrt und gelernt werden sollte. Klassische Musik geh\u00f6rt dazu. Nat\u00fcrlich gibt es immer wieder engstirnige Meinungen, auch unter Arabern: klassische Musik sei nicht Teil unseres Kulturkreises; und umgekehrt: Europ\u00e4er oder Israelis k\u00f6nnten unsere nah\u00f6stlichen Musikinstrumente nicht spielen, sich nicht einf\u00fchlen. Das ist nat\u00fcrlich alles Unsinn.<\/p>\n<p><i>Musik als v\u00f6lkerverbindende Kraft wird vielfach strapaziert.<\/i><\/p>\n<p>So, wie wir in einem Orchester spielen, so benehmen wir uns in der Gemeinschaft. Unsere jugendlichen Musiker erleben Zusammenspiel und Gleichberechtigung. Das Orchester, aber vor allem auch unsere Musikerziehungsprogramme regen die jungen Menschen an, einander zuzuh\u00f6ren, sich zu \u00f6ffnen, und dabei zu lernen, Erkenntnisse an die Stelle von Vorurteilen \u00fcber den jeweils Anderen treten zu lassen &#8211; auch wenn sie nicht unbedingt mit der Sichtweise des Anderen einverstanden sind. Im Dialog werden sie herausgefordert, selbst zu denken, Widerspr\u00fcche zu erkennen und vielleicht alternative Wege f\u00fcr eine festgefahrene Situation zu finden. Denken Sie an das Prinzip des Kontrapunktes: Die einzelnen Stimmen werden als selbstst\u00e4ndige Objekte wahrgenommen. Das Endergebnis ist Harmonie auf einer h\u00f6heren Ebene. Wir sind kein politisches, sondern ein kulturelles und humanit\u00e4res Projekt. Verst\u00e4ndnis ist der Anfang, um tiefes Misstrauen abzubauen. Wir sind der Mikrokosmos einer Gesellschaft, die noch nicht existiert.<\/p>\n<p><i>Ist aber nicht allein schon die Existenz des West-\u00d6stlichen Divan Orchesters schon politisch?<\/i><\/p>\n<p>Das Orchester ist unser sichtbarstes Aush\u00e4ngeschild. Unsere Stiftungen k\u00fcmmern sich um weit mehr. Die Musikausbildung steht an erster Stelle, dann der humanistische Aspekt, die F\u00f6rderung von Toleranz und friedlichem Miteinander. Wir unterst\u00fctzen eine Vielzahl von Projekten in der Region, f\u00fcr alle Altersstufen vom Kindergarten- bis zum Konservatoriums-Niveau, etwa in Ramallah, in Bir Zait, in Nazareth und Jaffa. Wir erteilen Unterricht, um Musik zu einem Teil des Curriculums zu machen. Einige Programme wenden sich besonders an M\u00e4dchen. Durch die Besatzungssituation gibt es an pal\u00e4stinensischen Schulen mehr Schlie\u00df- als Unterrichtstage.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC04952.jpg\" alt=\"DSC04952\" width=\"480\" height=\"360\" \/><\/p>\n<p>Edward war \u00fcberzeugt, dass Erziehung, Bildung die Menschen \u00e4ndern und eine ausgeglichene geistige, emotionale und soziale Entwicklung f\u00f6rdern k\u00f6nnen. Musikunterricht hilft den Kindern, sich zu konzentrieren, lehrt sie Disziplin, und lenkt sie gleichzeitig etwas von der Situation rundherum ab. Aber es soll keine Flucht vor der Realit\u00e4t sein.<\/p>\n<p>Alle Menschen haben ein Bed\u00fcrfnis, sich auszudr\u00fccken, besonders, wenn sie unter einer Besatzung leben. Etwa durch Theater, nicht nur in jenem von Juliano Mer-Khamis (<i>kontroverser Israelisch-pal\u00e4stinensischer Theatermacher, der 2011 ermordet wurde, Anm.<\/i>), oder eben \u00fcber Musik. Die Kinder, die Musiker sind genauso wie alle anderen Menschen dieser Welt: Sie wollen sich verbessern, wollen etwas erreichen. Daniel Barenboim ist unendlich geduldig mit den J\u00fcngsten, und fordert die schon etwas \u00e4lteren Jugendlichen.<\/p>\n<p><i>Wie ist die derzeitige Zusammensetzung im Orchester?<\/i><\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr 40 Prozent Araber, 40 Prozent Israelis und 20 Prozent andere, in erster Linie Spanier, einige T\u00fcrken und Iraner. K\u00f6nnen und Talent sind die Kriterien f\u00fcr die Aufnahme. Da das k\u00fcnstlerische Niveau des Orchesters in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, hat sich die Rekrutierung von ausgezeichnetem arabischem Nachwuchs etwas erschwert. Ich versuche, mich speziell um die arabischen Musiker zu k\u00fcmmern. Hoffentlich wird die Divan-Akademie in Berlin zur Ausbildung junger Talente 2015 verwirklicht.<\/p>\n<p><i>Was ist die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr das Orchester? Und was die gr\u00f6\u00dfte Entt\u00e4uschung?<\/i><\/p>\n<p>Die Politik der arabischen Regierungen. Nicht nur, dass wir als Orchester nicht auftreten d\u00fcrfen. Es wird als Verrat betrachtet. Doch der kulturelle Boykott ist nachteilig f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser. Wir sind nach S\u00fcdafrika gefahren, nach Korea. Wir halten mit dem Sim\u00f3n-Bol\u00edvar-Jugendorchester in Venezuela Kontakt, einem beeindruckenden Experiment musikalischer Erziehung. Aber in unserer eigenen Konfliktregion erfahren wir die gr\u00f6\u00dften Widerst\u00e4nde. Musiker aus \u00c4gypten haben Angst, dass sie nach der R\u00fcckkehr boykottiert werden, von der Entwicklung in Syrien gar nicht zu reden. F\u00fcr viele auf der arabischen Seite tragen wir zur &#8222;Normalisierung&#8220; bei &#8211; das ist ein schmutziges Wort geworden. Es wird als Kollaboration verunglimpft. Wir wollen als das gesehen werden, was wir sind &#8211; nicht als Werkzeug der Politik. Wir machen Musik &#8211; und f\u00f6rdern das Nachdenken. Doch der weltweite Zuspruch tut gut, und die internationale Unterst\u00fctzung unserer gemeinsamen Anliegen ist wichtig.<\/p>\n<p><i>\u00c4ndert der &#8222;arabische Fr\u00fchling&#8220; etwas zum Positiven?<\/i><\/p>\n<p>Ich spreche lieber vom &#8222;arabischen Aufstand&#8220;. Er ist insgesamt ein Hoffnungszeichen. Daniel Barenboim konnte 2011 erstmals sogar in Gaza auftreten, wenn auch leider nicht mit unserem Orchester. Auch in Gaza sind die Extremisten in der Minderheit.<\/p>\n<p><i>Sie kommen aus einer christlichen Familie. Sind manche Entwicklungen, etwa im Irak, selbst in \u00c4gypten, zuletzt in Syrien, nicht auch besorgniserregend, vor allem f\u00fcr Minderheiten?<\/i><\/p>\n<p>Seit der ottomanischen Zeit sahen die Christen der Levante Europa als potenziellen Protektor. Im Libanon war das speziell Frankreich. Bez\u00fcglich Syrien bin ich tats\u00e4chlich sehr besorgt. Der syrische Aufstand war weniger spontan als jene in Tunesien, Libyen oder \u00c4gypten. Repressive Regime benutzen gerne Minderheiten f\u00fcr ihre Zwecke. Wenn das Regime f\u00e4llt, geraten Minderheiten ins Visier, seien es Christen, Shiiten, Alawiten, wer immer. Sie bezahlen manchmal einen furchtbaren Preis. In Syrien sind sowohl eine jahrtausendealte Kultur als auch das friedliche Zusammenleben der Religionen tats\u00e4chlich bedroht. Ich hoffe, das Land wird kein zweites Somalia.<\/p>\n<p><i>F\u00fcrchten Sie mit den Umbr\u00fcchen auch die Gefahr eines R\u00fcckschlags f\u00fcr Frauenanliegen?<\/i><\/p>\n<p>Nein, nicht wirklich. Frauen werden eine zunehmende Rolle spielen. Schauen Sie in den Iran, wo Frauen bereits die Mehrheit der Studenten stellen. Selbst in der Moslembruderschaft sind Frauen h\u00f6chst aktiv. Sie werden sich l\u00e4ngerfristig nicht zur\u00fcckdr\u00e4ngen lassen. Die Kopftuchfrage ist dabei ein leider hochgespieltes Nebenthema, \u00e4hnlich wie in den USA die Abtreibungsfrage.<\/p>\n<p><i>Sie stammen aus einer libanesischen Intellektuellenfamilie. Ihre Mutter war eine fr\u00fche arabische Feministin?<\/i><\/p>\n<p>(<i>lacht<\/i>) Ja &#8211; man k\u00f6nnte das so sagen. Sie hat in Amerika studiert. Doch waren die Leute allgemein, selbst im Nahen Osten in der Zwischenkriegszeit weit fortschrittlicher. Wir hatten damals die <i>Al-Nahda<\/i>, die arabische Renaissance, ausgehend von Kairo, \u00fcber Beirut bis Damaskus. Meine verstorbene Mutter hat auch dar\u00fcber geschrieben (<i>Wadad Makdisi Cortas: &#8222;A world I loved&#8220;, in englischer \u00dcbersetzung bei Nation Books, New York erschienen, mit einem Vorwort von Nadine Gordimer, Anm.<\/i>)<\/p>\n<p><i>Was ist seither passiert? Auch wenn das vielleicht eine zu komplexe Frage ist.<\/i><\/p>\n<p>Nach all den gescheiterten Ideologien sehen wir weltweit eine Zunahme r\u00fcckw\u00e4rts gewandter Str\u00f6mungen. Religi\u00f6s Konservative etwa in den USA, und eben auch im arabischen Raum. Arme werden dabei indoktriniert, um ihnen letztlich ihre Rechte zu nehmen.<\/p>\n<p><i>Mit der umfassenden Globalisierung suchen Menschen wieder verst\u00e4rkt nach Identit\u00e4t, sei es national oder religi\u00f6s.<\/i><\/p>\n<p>Libanesen waren seit dem Altertum gew\u00f6hnt, sich in der Welt zu bewegen. Ich bin nicht nur Libanesin, und in zweiter Linie Araberin, wie sich schon meine Eltern definiert haben. Ich bin auch eine Frau. Ich lebe in den USA. Ich bin eine B\u00fcrgerin dieser Welt. Ich f\u00fchle mich nicht auf eine einzige, enge Identit\u00e4t begrenzt.<\/p>\n<p>Aber Sie haben Recht, es gibt auch Gegenbewegungen. Die neureichen \u00d6lstaaten kombinieren Geld mit konservativer Religion. Saudi-Arabien unterst\u00fctzt mit vollen H\u00e4nden islamistische Initiativen. Gastarbeiter aus \u00e4rmeren arabischen L\u00e4ndern werden in den Golfstaaten korrumpiert. Paradoxerweise gelten dann die traditionellen, toleranten Werte nicht mehr. Wir gehen durch schwierige Zeiten.<\/p>\n<p><i>Sind Sie pessimistisch?<\/i><\/p>\n<p>F\u00fcr Pal\u00e4stina: ja. Im Moment. Der Irakkrieg, der unilaterale R\u00fcckzug Israels aus Gaza, die anschlie\u00dfende Blockade, die fortgesetzte Siedlungst\u00e4tigkeit, der Mauerbau im Westjordanland, der Status Jerusalems &#8211; all das sind f\u00fcr Pal\u00e4stina Schritte einer \u00e4u\u00dferst negativen Entwicklung. Es scheint unumkehrbar. Edward tr\u00e4umte noch von einem gemeinsamen Staat. Das ist heute ausgeschlossen. Wir sehen vollendete Tatsachen. Ich werde wohl selbst keine L\u00f6sung mehr erleben, wo dieses Land &#8211; Pal\u00e4stina &#8211; in welcher Form auch immer gemeinsam genutzt werden kann.<\/p>\n<p><i>Ihr Traum?<\/i><\/p>\n<p>Dass wir einmal in Jerusalem spielen. Das klingt bescheiden, aber andere Tr\u00e4ume, zumindest was Frieden in Pal\u00e4stina betrifft, erscheinen nicht verwirklichbar.<\/p>\n<h5>Zur Person<\/h5>\n<p>Mariam Said entstammt einer libanesischen Familie und hat in Beirut und New York studiert. Die ehemalige Bankerin betreut als Vizepr\u00e4sidentin der &#8222;Barenboim-Said-Stiftung USA&#8220; das Erbe ihres 2003 verstorbenen Mannes, des in Jerusalem geborenen amerikanischen Literaturwissenschafters Edward Said.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-726\" src=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC05027-300x225.jpg\" alt=\"DSC05027\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC05027-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.gunther-neumann.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/DSC05027-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Dieser hatte 1999 zusammen mit dem argentinisch-israelischen Musiker Daniel Barenboim und dem Generalbeauftragten der damaligen Europ\u00e4ischen Kulturhauptstadt Weimar, Bernd Kauffmann, das West-\u00d6stliche Divan Orchester gegr\u00fcndet. Zun\u00e4chst als Workshop f\u00fcr junge Musiker aus L\u00e4ndern des Nahen Ostens in Anlehnung an Goethes Gedichtsammlung ins Leben gerufen, will das Orchester seither einen interkulturellen Dialog erm\u00f6glichen und Erfahrungen der Zusammenarbeit unterst\u00fctzen. 2002 lie\u00df sich das Orchester auf Einladung der Regionalregierung von Andalusien in Sevilla nieder, wo es an das einst tolerante Zusammenleben von Muslimen, Christen und Juden ankn\u00fcpft. Die Barenboim-Said-Stiftungen f\u00f6rdern musikalische Bildungsprojekte in Israel und Pal\u00e4stina.<\/p>\n<p>Das West-\u00d6stliche Divan Orchester ist mittlerweile eine fixe Gr\u00f6\u00dfe in der internationalen Konzertwelt. Es bem\u00fcht sich um Verst\u00e4ndigung im Nahen Osten, sieht sich aber nicht als politisches, sondern als kulturelles und humanit\u00e4res Projekt. Musik soll scheinbar un\u00fcberwindliche Barrieren einrei\u00dfen. Der einzige politische Aspekt ist die \u00dcberzeugung, dass es f\u00fcr den Nahost-Konflikt keine milit\u00e4rische L\u00f6sung geben kann. Der Dokumentarfilm \u00fcber das Orchester, &#8222;Erkenntnis ist der Anfang&#8220;, hat zahlreiche internationale Preise gewonnen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mariam Said Mariam Said, Vizepr\u00e4sidentin der &#8222;Barenboim-Said-Stiftung USA&#8220;\u00fcber das von ihr betreute West-\u00d6stliche Divan Orchester, Edward Said &amp; Daniel Barenboim, die Rolle von Musik im interkulturellen Dialog, die Umbr\u00fcche in der arabischen Welt &#8211; und \u00fcber die scheinbare Ausweglosigkeit im &hellip; <a href=\"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/?p=27\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27"}],"version-history":[{"count":54,"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3029,"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27\/revisions\/3029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gunther-neumann.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}